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Chronik des Vereins    und andere Begebenheiten

Wie alles begann

1898 das Todesjahr der Kaiserin Sissi und des Fürsten von Bismarck, das Jahr, in dem die 1. Straßenbahn in Berlin ihre Fahrt aufnahm und das Jahr, in dem das 1. Lied der Liederblüte erklang.

Auch damals schon trafen sich die Burschen im „Kühlen Grund“, tranken ihr Feierabendbier und stellten fest, dass es auch noch ein anderes Hobby außer Fußball gab „das Singen“.
Da man damals schon eine eigene Art und Weise hatte und offensichtlich etwas “Besondere” wollte, entstand ein weiterer Gesangverein. Mit Adolf Decker, als erster Vorsitzenden an der Spitze und weiteren zwölf Gründern, einigten man sich auf den Namen „Liederblüte“.

 

 

 

 

Bemerkenswert ist, dass bis heute noch direkte Nachkommen der Gründer aktiv im Verein singen.

Die Gründer waren:

Georg Briegel; Heinrich Briegel;
Jakob Briegel; Ludwig Briegel;
Peter Becker; Heinrich Becker;
Johannes Stumpf; Karl Meyer;
Georg Freund; Adolf Decker;
Karl Feuster und Johannes Wallbott.

 

 

 

 


Bereits nach einem halben Jahr, trat der Verein mit seinem Chorleiter, Ludwig Horn aus Steinbach, das erstemal in der Öffentlichkeit auf. In den folgenden Jahren übte man fleißig und und man hatte mehrere kleine Auftritte.

1903, das Jahr der ersten handbetriebenen Waschmaschine von Miele, und das Jahr, des fünfjährigen Bestehen der Liederblüte.

Fünftes Stiftungsfest der Liederblüte, dieses wird mit einem großen Sängerfest gefeiert.

Der symbolische Akt der Fahnenweihe verbrüdert die Sänger zu einer unzer-trennlichen Gemeinschaft.

Hinweise erbeten!        

 

 

 

 

                                                   

 

Wer kennt diese Fahne und kann Hinweise geben um welche Fahne es sich handelt? Ist es etwa die als verschollen geltende Vereinsfahne von 1903 ?
Text: “Das Schöne blüht in Einigkeit im Kühlen Grund zu jeder Zeit”

 

 

 

 

Man höre und staune, dass in der Liederblüte ab dem Jahr 1906 bis 1910 schon drei Chorleiterwechsel stattge-funden hatten.
1906 übernahm Georg Burg den Verein. 1907 leitete Dirigent Kurts aus Gießen die Sänger. Schon 1908 wechselte man erneut und Ludwig Schäfer aus Garbenteich übernahm die musikalische Leitung bis zum Jahre 1910.
1909, das Jahr des ersten Wettstreites, an dem die Liederblüte teilnahm. Sie erreichten mit genau 16 Sängern den dritten Klassen-preis. Schon 1910 ersangen sie sich in Großen-Linden bereits den zweiten Klassenpreis. Diesen zweiten Platz erreichte man auch in den darauffolgenden Jahren. Bravo!!!

1914 Beginn des ersten Weltkrieges und das Jahr, in dem die Liederblüte in eine ungewisse Zukunft blicken mußte da der Verein verboten und alle Unterlagen vernichtet wurden.

Die Vereinstätigkeit kam bis 1918 ganz zum erliegen. Vier aktive Mitglieder kehrten aus dem Krieg nicht zurück.

1919 erwachte das Interesse am Singen erneut und es wurden wieder regelmäßig Singstunden gehalten. Und wieder übernahm ein neuer Dirigent den Verein, diesmal ein Garbenteicher, nämlich Friedrich Textor. Erster Vorsitzender wurde Ludwig Stumpf. Die von nun an jählich gefeierten Stiftungsfeste erfreuten sich großer beliebtheit bei den Garbenteichern, nicht zuletzt wegen den dargebotenen Teaterstücken des Vereins.
 

1923 das Jahr, in dem die Queen-Mum heiratete und das Jahr des 25jährigen Jubiläums des Vereins, verbunden mit einem großen Sängerfest
.
Trotz der Inflation und der erbärmlichen wirtschaftlichen Situation wurde das Fest zur machtvollen Demonstration des Chorgesanges.
Nach einstimmigen Singstundenbeschluß wurde die Liederblüte Mitglied im Deutschen-Arbeiter-Sängerbund.

Auch damals gab es schon Wertungs-singen!! Bei diesen schnitt man sehr gut ab. Die Liederblüte hatte sich so zu einem beachtlichen Kulturträger entwickelt. Dies ist bis heute so geblieben.

Im Jahre 1925 wird ein Vereinsabzeichen entworfen, das bis heute noch Gültigkeit hat. Erst im Zuge des anstehenden Jubiläums des Frauenchores wird es durch ein gemeinsames Logo ersetzt.

 

 

 

Alte Vereinsnadel von 1925

 

 

 

Neues Designe der Vereinsnadel, Wappen des
Frauenchores und Notenschlüssel Männerchor
vereint im Logo der Liederblüte.

1933 wird der Verein von den Nazis aufgelöst. Grund der Auflösung war die Mitgliedschaft im Arbeiter-Sängerbund.
Noten und Ausstattung wurden vernichtet. Nicht auslöschen konnte man jedoch die freundschaftliche Verbundenheit der Mitglieder. Im Gegenteil, trotz Hausdurch-suchungen und Verfolgung der Vorstands-mitglieder wurde das Zusammengehörig-keitsgefühl der Sänger, das sich bis heute erhalten hat, gestärkt. Das Vereinsbild von 1903 konnte trotzdem von einem der Gründer über diese Zeit hinweggerettet werden.
Fortsetzung folgt.....

Herzlichen Dank an Gerhard Heller, der seine umfangreiche und detaillierte Chronik zur Verfügung stellte. Genauere Angaben und Informationen erhalten Sie ebenfalls bei Gerhard Heller.

 

 

 

 

Das im Jahre 1925 gerettete Vereinsbild zeigt eine
Aufnahme des Vereins anlässlich des fünften
Stiftungsfestes von 1903.